Testsanierung in zwei Räumen beginnt Mitte Oktober

Rektorin Resch vor dem Eingang der Pestalozzischule

Es war ein Zufallsfund im Juni und allen war klar, neben schnellem Handeln muss auch schnell informiert werden und das zahlte sich. Die Rede ist von Polychlorierte Biphenyle kurz PCB den meisten unter dem Begriff Weichmacher bekannt, die an der Pestalozzischule gefunden wurden.

Der Informationsfluss zwischen der Rektorin Ulrike Resch und den Eltern mit OB Johannes Arnold sowie Jürgen Rother und Ozrenka Gospic vom Amt für Hochbau sei vertrauensvoll und sehr transparent. Das betonte Frau Resch auch beim Pressetermin im Rathaus, bei dem der OB den Sanierungs-Fahrplan erläuterte. „Wir haben alle verdächtigen Materialien untersucht und haben leider an vielen Stellen PCB gefunden, erläuterte Hochbauamtschef Rother, anmerkend PCB folgt keiner Logik. „Man kann keine verlässliche Hochrechnung auf das Gesamtgebäude machen, da die Korrelation zwischen Bauteilausbau und resultierender Raumluftbelastung nicht prognostizierbar ist“. Der einzige Vorteil, die kühlere Jahreszeit kommt uns entgegen“, weil man jetzt lüften kann, was während des Sommers so nicht möglich gewesen war.

Der Weichmacher ist in Decken, Wänden, Böden, Anstrichen und im Putz. Belastet sind acht Klassenräume, unterschiedlich stark, sowie weitere Zimmer, die nicht für den Unterricht genutzt werden.

Zwei Räume sollen saniert werden, um hier Erfahrungen zu sammeln, so Arnold. Sind die Messungen gut, dann werden die weiteren Räume in Angriff genommen. „Mitte Oktober werden wir beginnen“, so Frau Gospic vom Hochbau. „Die lärmintensiven Arbeiten werden wir in die Ferien legen“. Ganz ohne Belastung werden die Sanierungen sicher nicht über die Bühne gehen können, verhehlte Rother nicht. In diesem Zusammenhang merkte Rektorin Resch an, die Dachsanierung hat ja auch gut beim laufenden Unterricht geklappt.

Die Probesanierung ist eine praktische Validierung der Sanierungsschritte, so Arnold. Rund 55 000 Euro nimmt die Stadt für die Testsanierung der beiden Räume in die Hand.

Im Übrigen hat die Lehrerschaft ihr Blut untersuchen lassen. Denn viele Lehrerinnen sind schon seit Jahren an der Schule. Es gab keine auffälligen Werte. Die Ergebnisse haben uns beruhigt. Zum Schuljahresbeginn sei sie bei den Elternabenden in jede Klasse gegangen, so Resch. Es gab kaum Rückfragen und Beschwerden auch nicht. Erfreulich sei überdies, unsere elf Klassen konnten wir so aufteilen, dass keine ausgelagert werden musste, sondern alle unter einem Dach sind.