Stadtklimaanalyse und Hitzeaktionsplan

Mit der Hitzeaktionsplanung verfolgt die Stadt Ettlingen das Ziel, die Bevölkerung vor den Auswirkungen großer Hitze bestmöglich zu schützen. Dazu wurden sowohl kurzfristige Maßnahmen für besonders heiße Tage entwickelt, als auch längerfristige Maßnahmen, die verschiedene Bereiche wie die Stadt- und Grünflächenplanung betreffen.
Grundlage für die städtische Hitzeaktionsplanung ist eine Analyse des Stadtklimas an heißen Tagen, also an Tagen, an denen es 30 °C oder wärmer wird. Die Stadtklimaanalyse zeigt, dass verschiedene Quartiere und Ortsteile Ettlingens unterschiedlich stark hitzebelastet sind. Besonders heiß wird es tagsüber in den Siedlungsbereichen der Kernstadt. Am stärksten von Hitze betroffen sind hier die Altstadt mit ihrer dichten Bebauung, wenigen Vegetationsflächen und einem insgesamt hohen Versiegelungsgrad sowie der zentrale Bereich von Ettlingen West. Im Vergleich zu den Bereichen im Oberrheingraben mit der Ettlinger Kernstadt, Bruchhausen, Ettlingenweier und Oberweier sind die Höhenstadtteile tagsüber etwas kühler.
Nachts spielt vor allem die Ausbreitung des von Osten kommenden Kaltluftstroms „Albtäler“ eine wichtige Rolle bei der Kühlung der Stadt. Bestimmte Bereiche wie Ettlingen West und der Vogelsang werden vom Albtäler wenig bis gar nicht erreicht und kühlen nachts deshalb schlechter ab als Bereiche, die im zentralen Wirkbereich des Kaltluftstroms liegen. Der Bericht zur Stadtklimaanalyse wird in Kürze hier hochgeladen.
Auf Basis der Erkenntnisse der Stadtklimaanalyse wurden verschiedene Maßnahmen abgeleitet, die als Hitzeaktionsplan (PDF, 81,5 MB) zusammengefasst sind. Der Fokus liegt hier auf der Kernstadt, da dort aufgrund der dichteren Bebauung, höheren Bewohnerdichte und der Anzahl hitzekritischer Einrichtungen ein erhöhter Handlungsbedarf im Vergleich zu den Ortsteilen besteht.