Bei erster Sozialmesse 25 Kooperationspartner am Start
Wer möchte nicht gerne in seinen eigenen Räumlichkeiten bleiben, egal ob als Senior oder als Mensch mit Handicap. Was es mittlerweile alles für dieses selbständige Leben gibt, erfährt man auf der ersten Ettlinger Sozialmesse "gut versorgt Zuhause" in der Schlossgartenhalle.
Die Resonanz auf die Idee, in Ettlingen eine Sozialmesse zu Veranstaltungen, die den Menschen zeigt, was es für Möglichkeiten gibt, selbständig in den eigenen vier Räumen leben u können, hat Sebastina Becker, Leiter des Amtes für Bildung, Jugend Familie und Senioren (kurz BJFS) wie auch seine Mitarbeiterin Luisa Adamzseski mehr als gefreut. 25 Kooperationspartner werden auf der Messe am Mittwoch, 25. März an einem Strang ziehen. Der Bedarf an Unterstützung wächst stetig, so Becker bei der Vorstellung des Programms.
In der Halle und im Wandelgang werden sich die 25 Stände verteilen, darunter die Wohnberatung paritätischer Sozialdienst Karlsruhe, das Landeskompetenzzentrum Digitalisierung & Pflege Baden-Württemberg, hier erfährt man, was via Digitalisierung alles geht vom Tablettenpiepser bis hin zum smarten Lichtschalter, oder das Begegnungszentrum mit seinen vielfältigen Angeboten für Menschen ab 50 Jahren bis hin zur Quartiersarbeit in Ettlingen, ein mehr als niederschwelliges Angebot für eine lebendige Nachbarschaft und gute Vernetzung, nicht zu vergessen die Plauderbänke. Zwei stehen in der Schlossgartenhalle und laden zum „Babbeln“ ein.
Die Messe ist nicht nur eine Plattform für ältere Menschen, sondern richtet sich an Jüngere, an Familien, an Angehörige, die sich einen Überblick verschaffen möchten, was der Markt in Ettlingen alles zu bieten hat. Und damit kann man nicht früh genug anfangen. Beispielsweise mit Apps gesund älter werden. Wie das geht, erfährt man bei der Computerspielschule KA, noch existieren Vorbehalte gegenüber solchen Apps, die sich hier abbauen lassen, so Adamzseski.
Becker erinnerte daran, dass der Impuls zu solch einer Veranstaltung auf der Sozialkonferenz 2024 entstanden sei, wie können die Menschen ´gut versorgt Zuhause´ bleiben, so auch das Motto der Messe. „Wir sind damit bei Oberbürgermeister Johannes Arnold auf offene Türen gestoßen“. Er wird auch am 25. März die Messe um 11 Uhr eröffnen. Um 14 Uhr folgt ein Impulsreferat am Stand 10 mit Thomas Heine vom Landeskompetenzzentrum Digitalisierung, er wird kurz die digitalen Unterstützungssysteme im Wohn- und Pflegekontext skizzieren. Zwei Stunden später am Stand bei der Stadt widmet sich Anja Englisch vom BJFS einem wichtigen Thema „Einsamkeit – ein unterschätztes gesellschaftliches Thema“, nicht nur eines, was die ältere Generation betrifft.
Wer sich einen Überblick darüber verschaffen möchte, wie man sicher und selbständig im Alter leben kann, sollte die Musterausstellung im Eingangsbereich besuchen. Sie illustriert die unterschiedlichen Möglichkeiten von der Anziehhilfe bis zur Veränderung des Bodens. Nach der Messe ist sie dann im Begegnungszentrum für fünf Tage zu sehen.
Verhungern muss natürlich niemand bei dieser Veranstaltung, dafür sorgt einerseits die Popcornmaschine, betrieben von Mitarbeitern der Hagsfelder Werkstätten, die uns auch bei der Programmdurchführung helfen, so Adamzseski, und andererseits das Café am Rosengarten des Begegnungszentrums mit Kaffee und Kuchen, nicht zu vergessen der Ettlinger Bratwurststand vor der Schlossgartenhalle
Das Kinder- und Jugendzentrum Specht bietet von 15 bis 18 Uhr eine Kinderbetreuung an.
Beim Eingangsbereich werden auch Messepläne ausliegen, damit man auf Anhieb jenen Stand findet, der einen primär interessiert. Doch es kann dem Besucher gut passieren, dass er bei Schenkzeit e.V. hängen bleibt oder bei der Kirchlichen Sozialstation, dort kann man im Übrigen seine Vitalwerte messen lassen.
Die Sozialmesse ist vom 11 bis 19 Uhr geöffnet.

