Pilotprojekt der Stadtwerke: Ladebordsteine

ein Mann hält eine Bezahlkarte auf ein unterirdisches Ladesboard

Sie fallen nicht ins Auge, sind aber äußerst effizient, die sogenannten Ladebordsteine. Zwei von ihnen sind seit Freitag vor der Kirchlichen Sozialstation in Betrieb gegangen. Ein innovatives Pilotprojekt wie Oberbürgermeister Johannes Arnold bei dem vor Ort Termin deutlich machte. Es war in der Tat eine große Gemeinschaftsleistung für eine Sache, die scheinbar klein daherkommt, so Arnold. Denn an dem Testversuch beteiligten sich nicht nur die Stadtwerke, auch die Stadt mit ihrer Tiefbauabteilung und die kirchliche Sozialstation. Doch noch wichtiger als die monetäre Seite sind die Erfahrungen, die die Kirchliche Sozialstation nun mit diesen neuartigen Ladebordpunkten sammelt.

Vertreter der kirchlichen Sozialstation und der Stadtwerke mit OB beim Ausprobieren des Ladesboards.

Deutlich machten Arnold und Stadtwerkegeschäftsführer Steffen Neumeister, dass es sich bei den beiden Ladebords um keine öffentlichen handelt. Sie sind ausschließlich für den Fuhrpark der Sozialstation vorgesehen. Rund ein Jahr lang werden die Mitarbeiterinnen Erkenntnis sammeln mit dieser neuen Technik, so Larissa Laut zuständig für den Fuhrpark bei der Sozialstation. Sind die Erfahrungen gut, dann bestünde die Möglichkeit, damit in die Fläche zu gehen. Dort, wo nicht viel Platz ist, kann diese neue Technik eingesetzt werden und eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Infrastruktur sein, merkte Neumeister an.

Für uns sind unsere E-Autos gerade mit Blick auf die hohen Spritpreise derzeit mehr als wichtig, um von den hohen Fahrtkosten runterzukommen, machte Ulrik Kayser Vorsitzende der kirchliche Sozialstation deutlich. Vier E-Autos hat die Einrichtung aktuell, aber auf sechs Fahrzeuge würde man gerne aufstocken, merkte sie an. Doch ohne Sponsoren kann die kirchliche Sozialstation eine Fuhrparkerweiterung nicht stemmen, so Mayer. Wir freuen uns über jede finanzielle Unterstützung. Dem stimmte Gerd Langner geschäftsführender Pflegedienstleiter ebenso zu wie seine Kollegin Christiane di Buono von der Verwaltung.

Rund 25 000 Euro haben summa summarum die beiden Bordsteine gekostet. „Drei weitere wurden baulich vorbereitet, so dass eine spätere Nachrüstung jederzeit möglich ist“, hob Florian Oebel Leiter der Netzsystemtechnik bei den Stadtwerken heraus mit Blick auf seine beiden Kollegen Daniel Reiser und Christopher Mackert.
Rund 120 Ladesäulen und Walboxen betreiben die Stadtwerke im Stadtgebiet und in den Stadtteilen.

Der nächste technische Schritt wäre dann das induktive Laden, ließ Neumeister wissen. Doch zunächst heißt es jetzt, Erfahrungen sammeln und auswerten.