Veranstaltungskalender

Mittwoch, 01.04.2026

Werner Pokorny Im Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen

Beschreibung

Eröffnung: Freitag | 06.02.2026 19 Uhr

Der Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen eröffnet am Freitag, dem 6. Februar 2026, um 19 Uhr, eine umfangreiche Ausstellung mit Holzskulpturen und Stahlplastiken von Werner Pokorny (1949-2022). Zur Einführung spricht Michael Hübl.

Der Künstler und ehemaliger Professor an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart gehört zu den bedeutenden Bildhauern der Gegenwart. Viele seiner Stahlplastiken stehen im öffentlichen Raum, zum Beispiel auf dem Platz vor dem ZKM in Karlsruhe, im Stadtpark von Ettlingen und in zahlreichen Städten Deutschlands. 2023 erhielt er den Hans Thoma-Preis verliehen, den Landeskunstpreis des Landes Baden-Württemberg. 2007-2018 war er Vorsitzender des Künstlerbundes Baden-Württemberg. Die von ihm zu Lebzeiten eingerichtete Werner Pokorny-Stiftung fördert jährlich mit einem Preis junge Kunst, was ihm ein wesentliches Anliegen bedeutete.

Die Ausstellung konzentriert sich auf das Motiv des Hauses – immer in Bewegung. Das Haus entwickelt sich als Leitmotiv im Werk von Werner Pokorny, weniger als Abbild denn als Idee. Die Schönheit, die Ausdrucksstärke der Plastiken liegt, bei aller Perfektion und Entschiedenheit, in dem spielerischen Umgang mit der Erscheinung wie der Idee, in der Ambivalenz und in den Möglichkeiten ihrer Interpretation. Für den Künstler Werner Pokorny ist das Haus eine Metapher für Existenz, für menschliches Dasein. „Es ist Behausung, es ist Schutz, es ist Enge, es ist Bedrängnis, es ist privat und es ist gesellschaftlich" (Werner Pokorny). In Bewegung kann jede der Plastiken Grenzerfahrung bedeuten – mal die Spirale als Entgrenzung, der Kreis als Unendlichkeit und der Wiederkehr des immer Gleichen, kopfüber auf dem Dach balancierend, in Wellen getragen sein zwischen Anfang und Ende… So lässt sich jede Bewegung nicht nur als Form wahrnehmen, sondern auch als Metapher für Leben und Sein und für Befindlichkeit interpretieren.
Anfang der 2000er Jahre entstehen die schwarzen Holzskulpturen. In stoischer Ruhe stehen sie im Raum. Buchstäblich und im übertragenen Sinn geht es um Erhabenheit. Mit der Flamme geschwärzt haben sie eine schützende und bewahrende Außenhaut, so wie der Rost dem Cortenstahl eine konservierende und natürliche äußerliche Schicht verleiht. Das Haus thront auf Gefäßen, vielleicht als Kopf eines anthropomorphen Körpers. Die Farbe Schwarz gehört zum Existenzialismus als Lebensphilosophie. Daraus entwickeln diese Skulpturen ihre hieratische Stille und ihre eindrückliche Präsenz.
Die Skulpturen und Plastiken von Werner Pokorny haben ihr Geheimnis. Aber sie bieten auch ein breites Spektrum an philosophischer, emotionaler und rationaler Interpretation. Man kann sie erleben, ein Stück weit verstehen und interpretieren und einiges an Befindlichkeit ahnen.

Ausstellungsdauer: 07.02. - 05.04.2026 | Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag 15 - 18 Uhr und nach Vereinbarung.

 

 

Veranstaltungsort

Kunstverein Wilhelmshöhe

Kunstverein Wilhelmshöhe
Schöllbronner Straße 86
76275 Ettlingen

Veranstalter

Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen

Kunstverein Wilhelmshöhe Ettlingen
Schöllbronner Str. 86
76275 Ettlingen

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