Ortschronik Bruchhausen

Mit „villa Luitfridswilri“ in einer Urkunde des Jahres 1102 ist zwar Bruchhausen gemeint, der Ortsname aber nicht erkennbar. Deshalb kann man als urkundliche Erstnennung auch eine Güterschenkung des Edlen Liutfried an das Kloster Reichenbach im Murgtal aus dem Jahre 1115 ansehen.

Der Ortsname nimmt Bezug auf die geographische Lage im ehemaligen Sumpfgebiet der Rheinniederterrasse. Bruchhausen ist eine hochmittelalterliche Ausbausiedlung auf der Gemarkung von Ettlingenweier.

Zusammen mit Oberweier, Ettlingenweier, zeitweilig auch Schluttenbach und dem Rimmelsbacher Hof gehörte Bruchhausen seit 1307 zum Stab Weier, einem Gerichts- und Markgenossenschaftsbezirk. Zwischen 1809 und 1819 löste sich der Stab Weier auf und Bruchhausen wurde selbständige Gemeinde. Mit der Gemeindereform 1972/1974 wurde Bruchhausen zu einem Stadtteil von Ettlingen.

Bruchhausen hat sich zum größten Stadtteil entwickelt, der im Sommer mit dem Badesee Buchtzig, seinem Sandstrand und den naturbelassenen Uferpartien ein besonderes Erlebnis für Badende und Erholungssuchende bietet.

Weiterführende Literatur:

Anke Safa, So war es in Bruchhausen, Ubstadt-Weiher 2000, 304 Seiten, € 9,00

Weiterführende Links:

Stadtarchiv Ettlingen

Veröffentlichungen über Ettlingen und das Umland