Das Schloss

Das Herzstück der Stadt an der Alb ist das Ettlinger Schloss. Besonders eindrucksvoll ist der Asamsaal, der nicht nur wegen seiner hervorragenden Akustik, sondern aufgrund seines prächtigen Deckengemäldes des berühmten Freskenmalers Cosmas Damian Asam einer der beliebtesten Konzertsäle weit über die Region hinaus ist. Besonders beliebt ist eine Entdeckungsreise durchs Schloss, bei der die prachtvollen Räumlichkeiten der Markgräfin Sibylla Augusta entdeckt werden können und die Gäste in längst vergangene Zeiten eintauchen.

Blick in den Schlosshof mit Delphinbrunnen und prachtvollem Eingang
Blick vom Osttor in den Schlosshof
Barockschloss Ettlingen, prunkvoller Haupteingang mit Balkon
Haupteingang Schloss Ettlingen
Südseite des Schlosses mit blühendem Dianengarten
Südseite mit Dianengarten
Bestuhlter Asamsaal mit Flügel, im Hintergrund prunkvolles Deckengemälde
Asamsaal, ehemalige Schlosskapelle

Das heutige Schloss hatte zwei Vorgängerbauwerke. Im 13. Jahrhundert wurde eine mittelalterliche Burg gebaut, von der im jetzigen Schlosshof auf der linken Seite noch zwei Drittel des alten Burgturms als rohes Mauerwerk zu sehen sind. Ab 1546 wurde hier von den badischen Markgrafen ein Renaissance-Schloss gebaut, das 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg mit der ganzen Stadt zerstört wurde. Markgräfin Augusta Sibylla ließ ab 1727 unter Verwendung der noch vorhandenen Ruinenteile ein Barockschloss als ihren Alterssitz bauen. Baumeister des 1733 fertiggestellten Schlosses war Michael Rohrer. Künstlerischer Höhepunkt war die Ausgestaltung der Schlosskapelle, des heutigen Asamsaals.

Nach der Säkularisation 1803 wurde die Schlosskapelle ab 1845 für die evangelische Bevölkerung genutzt, die nach der Gründung der Spinnerei und Weberei 1836 als Facharbeiter aus Württemberg, der Schweiz und dem Elsass zugewandert war.

Von höfischem Leben befreit, diente das Schloss von 1870 bis 1911 als Unteroffiziersschule für zunächst zwei, ab 1884 für vier Kompanien. Nach dem Neubau der Unteroffiziersschule vor der Stadt, der ab 1936 Rheinlandkaserne genannt wurde, waren verschiedene Ämter, Schulen, Einfachstwohnungen und das 1927 eröffnete Museum im Schloss untergebracht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zunächst die Schlosskapelle restauriert und ab 1954 als Asamsaal für Konzerte und Vorträge der Öffentlichkeit übergeben. In den 70er Jahren wurden die anschließenden Barockräume restauriert und das Schloss zu einem Tagungs- und Veranstaltungszentrum umgebaut. Seit 1979 während der Sommermonate verwandelt sich der Schlosshof zum Schauplatz der Ettlinger Schlossfestspiele. Musical, Oper, Kinderstück und Schauspiel werden vor der historischen Kulisse des Barockschlosses zu einzigartigen Theatererlebnissen.

Der Delphinbrunnen wurde 1612 von Johannes Schoch gestaltet, der sich auch am Friedrichsbau des Heidelberger Schlosses und dem alten Gernsbacher Rathaus ein künstlerisches Denkmal gesetzt hat. Der Brunnen lieferte ausschließlich Wasser für die Schlossbewohner und stand ursprünglich an der Westseite des Hofes an der Stelle, an der heute die offenen Arkaden zu sehen sind.

Asamsaal im Schloss

Markgräfin Sibylla Augusta wählte als Patron für ihre Schlosskapelle den böhmischen Heiligen Johannes Nepomuk. Der bekannte bayerische Freskenmaler Cosmas Damian Asam wurde mit der Gestaltung des Freskos beauftragt, das den Lebens- und Leidensweg des Heiligen in acht Hauptszenen in der Kuppel darstellt. Den künstlerischen und thematischen Höhepunkt der Fresken bildet das Zentrum der Kuppel, wo Nepomuk von der "Hochheiligen Dreifaltigkeit in die Glorie der Märtyrer aufgenommen wird". Ganze zehn Wochen benötigte Cosmas Damian Asam zur Vollendung dieses gewaltigen Deckenfreskos.

Die perspektivische Malerei, die von Cosmas Damian Asam und seinen Gesellen 1732 in rund zehn Wochen bewältigt wurde, scheint den Raum bis in die Kuppel zu öffnen und die Höhenwirkung zu verstärken. Die Pastelltöne verleihen dem Raum bei Sonneneinfall von Osten eine warme Atmosphäre. Von der sakralen Inneneinrichtung ist heute nur noch der Hauptaltar in der St. Dionysiuskirche in Ettlingenweier zu sehen.

Heute stehen die barocken Salons Besuchern offen. Der Asamsaal ist nicht nur bei Schlossführungen beliebter Aufenthalt, sondern auch prachtvolles Ambiente für zahlreiche Konzerte.

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