Frühlingsanfang

Zierkirschblüten im Frühling

Heute ist astronomischer Frühlingsanfang! Die Sonne überquert den Äquator und bringt damit der Südhalbkugel den Herbst. An diesem Tag sind überall auf der Welt Tag und Nacht (in etwa) gleich lang, weshalb man auch von der Tag-und-Nacht-Gleiche spricht.

Der phänologische Kalender hingegen befasst sich mit den im Jahresablauf periodisch wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Pflanzen. Die einzelnen Jahresphasen beginnen jeweils mit der Blüte oder dem Wachstum von Zeigerpflanzen. So beginnt der Vorfrühling mit dem Blühen der Haselsträucher und der Schneeglöckchen, das Blühen der Forsythie, von Beerensträuchern und bestimmter Obstbäumen wie Kirsche, Pflaume und Birne und die Laubentfaltung bei Birken und Buchen zeigt den aktuell herrschenden 'Erstfrühling' an. Der Vollfrühling startet dann mit der Blüte der Apfelbäume und der Rosskastanie sowie mit der Laubentfaltung von Eiche und Hainbuche.  

Die Meteorologie hat schon seit 1. März Frühlingsgefühle. Laut Deutschem Wetterdienst hat dies vor allem statistische Gründe. "Auswertungen von Jahreszeiten bezüglich Temperatur, Niederschlagsmenge sind einfacher zu erstellen, wenn man hierfür komplette Monate betrachtet, als Beispiel für den Frühling die Monate März, April und Mai." Bezöge man sich auf astronomische Daten, gäbe es zu viele Variablen. 

Ende März kommt dann ein weiteres Frühlings-Phänomen auf alle zu, die Uhr wird wieder umgestellt. Dies geschieht in der Nacht zum 29. März, die Uhren werden von zwei auf drei Uhr vorgestellt. Merken kann man sich dies, wenn man sich Balkon oder Terrasse vorstellt: Im März werden die Gartenmöbel VOR die Tür gestellt, im Oktober stellt man sie ZURÜCK in den Schuppen.