Fokus auf Bestandspflege
Rund die Hälfte der Ettlinger Gemarkung ist Wald, der viele Funktionen zu erfüllen hat von der nachhaltigen Holzproduktion bis hin zur Naherholung nicht nur für die Ettlinger. Die Profis bestätigen den Laienblick, dass der Ettlinger Wald stabil bis zufriedenstellend dasteht, einzig im Hardtwald ist der Vitalitätszustand etwas bedenklicher. Forstabteilungsleiter Joachim Lauinger sprach sogar von zwei entspannten guten Jahren dank des vielen Regens. "Wir hatten nur 15 Prozent Schadholz".
In den zurückliegenden beiden Jahren wurden rund 13 000 Festmeter Holz eingeschlagen, deren Erlös sich erfreulich entwickelte, sprich 2025 waren es am Ende 38 000 Euro, dank der guten Qualität des eingeschlagenen Holzes, aber auch der ungebrochenen Nachfrage nach Brennholz aus der Bevölkerung. Damit geerntet werden kann, bedarf es der Pflege der Wildschutzmaßnahmen, nicht zu vergessen der Pflanzungen.
Auch für die kommenden beiden Haushaltsjahre 2026/27 wird der Ettlinger Forst durch gezielte waldbauliche Maßnahmen die Waldbestände weiterhin stabilisieren. Wie zurückliegend werden rund 13 000 Festmeter eingeschlagen, besonders in nadelholzreichen Waldflächen. Gerade die Preisen für Nadelhölzer sind sehr gut. Am Ende der Hiebsmaßnahmen werden auf einer Fläche von 20 Hektar Schadpflegemaßnahmen durchgeführt. Aber nicht nur dort, denn der Fokus liegt auf der Entwicklung junger Waldbestände. Rund 5 400 junge Bäume, klimaangepasste und trockenresistente, sollen gepflanzt und durch Pflege auf einer Fläche von 35 Hektar Zukunftsbäume gefördert und die Bestandsstruktur verbessert werden. „Hier formen wir den Wald der Zukunft“, so Lauinger.
Gleichfalls von zentraler Bedeutung ist die Verkehrssicherung entlang von Straßen, Wegen und Parkplätzen. Über 60 000 Euro nimmt der Forst dafür in die Hand, beim Holzeinschlag sind es traditionell mehr Euros, für die vollmechanisierte sind es 150 000 Euro und für die manuelle Ernte 300 000 Euro. Und bei den Waldkulturkosten sind es über 120 000 Euro. 35 000 Euro sind es für eine zentrale Grundlage für zukünftige Betriebsplanungen, die zehnjährige Waldinventur. Bei den Investitionen werden rund 66 000 Euro für Kleingeräte und Sicherheitsausrüstung ausgegebenen.
Für 2027 sehen die Planzahlen fast genauso aus, außer bei den Investitionen, die werden sich voraussichtlich auf 32 000 Euro belaufen.
Der Gemeinderat dankte dem Forstteam für sein Engagement und seinen Einsatz.

