Wirtschaftsforum der Stadt Ettlingen: Transformation gemeinsam gestalten

Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Arbeitsmarkt diskutieren mit rund 70 Gästen bei Elbe Electronic über die Zukunft des Standorts

Wie können Unternehmen, Kommunen und Institutionen den Wandel aktiv gestalten? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Wirtschaftsforum der Stadt Ettlingen am 9. Juni 2026 bei der Elbe Electronic GmbH. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Arbeitsmarkt kamen zusammen, um sich über Chancen, Herausforderungen und Perspektiven der Transformation auszutauschen.
Oberbürgermeister Johannes Arnold unterstrich bei seiner Begrüßung die Bedeutung des Austauschs für die Zukunftsfähigkeit des Standorts. Dabei machte er deutlich, dass Transformation kein neues Phänomen für Unternehmen sei:
„Die Unternehmerschaft kann Transformation schon lange. Unternehmen haben sich schon immer an neue Märkte, Technologien und Rahmenbedingungen angepasst. Neu ist heute vor allem die Geschwindigkeit, mit der Veränderungen stattfinden. Die Zeitzyklen sind deutlich kürzer geworden.“
Mit Blick auf die Rolle der Stadt betonte Arnold, dass es darauf ankomme, gute Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen und den Dialog zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung aktiv zu fördern.
Den Auftakt der Impulse gestaltete André C. Haiber, Geschäftsführer der Elbe Electronic GmbH. Er berichtete aus der Praxis eines mittelständischen Unternehmens, das Tradition und Innovation miteinander verbindet und sich kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei wurde deutlich, dass Transformation kein einmaliges Projekt, sondern ein fortlaufender Prozess ist, der Mut, Offenheit und unternehmerische Entscheidungen erfordert - auch bei herausfordernden Rahmenbedingungen.
Weitere Impulse lieferten Elias Vögel, Geschäftsführer des österreichischen Unternehmens Multivative, sowie Thomas Neumann, Head of KIT Gründerschmiede, Leiter des Innovationsraums TRIANGEL und Mitgestalter von NXTGN. Beide beleuchteten die Bedeutung von Innovationskultur, neuen Geschäftsmodellen und der Zusammenarbeit zwischen etablierten Unternehmen, Startups und Wissenschaft.
Im anschließenden Panel diskutierten Johannes Arnold, André C. Haiber, Frank Roth, Präsident der IHK Karlsruhe, Christine Groß-Herick, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt und Stefan Weber, Geschäftsführer von Jörke & Weber über die Auswirkungen von Transformation auf Unternehmen, Fachkräfte, Innovation und Standortentwicklung.
Ein zentrales Ergebnis des Abends war die Erkenntnis, dass erfolgreiche Transformation nur im Zusammenspiel unterschiedlicher Akteure gelingen kann. Ob Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Energiewende oder Innovationsförderung – die Herausforderungen sind komplex, bieten aber zugleich erhebliche Chancen für Unternehmen und Regionen.
Abgerundet wurde das Wirtschaftsforum durch eine Werksführung bei der Elbe Electronic GmbH. Die Teilnehmenden erhielten dabei Einblicke in moderne Produktionsprozesse und die praktische Umsetzung von Veränderungs- und Innovationsprozessen im industriellen Mittelstand.
Mit dem Wirtschaftsforum setzt die Stadt Ettlingen ihre Bemühungen fort, den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und weiteren Akteuren zu stärken und gemeinsam die Zukunft des Wirtschaftsstandorts zu gestalten.