Einweihung der umgebauten Schillerschule: "Das neue Schulhaus sieht cool aus!"
„Das Schulhaus, das sieht voll cool aus, hier ziehen wir nun ein!“ sangen die Schillerglöckchen, begleitet vom Schulorchester unter der Leitung von Christine Rauscher und Jürgen Forcher. Tatsächlich nutzen die Schülerinnen und Schüler ihre neue Schule schon seit Februar. Der Festakt zum Abschluss der Bauarbeiten fand in der vergangenen Woche vor dem Schulfest statt, das etwas Besonderes war. Denn die Schule feiert in diesem Jahr ihr 120. Jubiläum.
Die Gäste -Vertreterinnen und Vertreter des Gemeinderats, des Lehrerkollegiums, der Eltern, Schülerinnen und Schüler, Fachplaner und Architekten- würdigten den Neubau denn auch als passendes Geburtstagsgeschenk: passend zum Jubiläum wurde der dreigeschossige Neubau fertig mit Räumen für die zweizügige Grundschule, Mensa und Aula sowie mit der Lehrküche der Werkrealschule.
Oberbürgermeister Johannes Arnold betonte beim Festakt in der Aula, dass durch den Neubau Raum für zeitgemäße Lernen und Gemeinschaft geschaffen wurde. Neu auch die Barrierefreiheit im Neu- wie im Altbau. Die Bürgerwehr feierte mit, der Traditionsverein nutzt weiter Räumlichkeiten im UG.
Der OB hob das fortschrittliche Energiekonzept hervor, das ohne fossile Brennstoffe auskommt dank Kraftdach und Erdkollektoren. Nach elf Jahren Planung und Neuplanung und drei Jahren Bauzeit konnten die Kosten von anfangs 23 Mio. auf etwas über 17 Mio. Euro reduziert werden, der eigentliche Kostenrahmen wurde sogar unterschritten. Die Landesförderung beträgt 1,4 Mio. Euro, weniger als bei aktuellem Antrag möglich wäre, bedauerte der OB, der allen am Bau Beteiligten dankte, stellvertretend nannte er neben Architekt Tiemo Klumpp von Numrich Albrecht Klumpp Berlin das Projektleiterduo des von Jürgen Rother geleiteten Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Ozrenka Gospic und Abdullah Ustaoglu.
Architekt Tiemo Klumpp hob das gute Miteinander aller Beteiligten in der über sechs Jahre währenden Zusammenarbeit hervor. Das Ergebnis sei von Durchschnittlichkeit weit entfernt, es spiegle das Engagement und die Liebe zur Arbeit derjenigen wider, die am Entstehungsprozess teilhatten. Nicht von ungefähr glichen Schulbauten früher Rathäusern oder Gerichtsgebäuden, sagte er; diese Gestaltung habe die Bedeutung Bildungsstätten hervorgehoben. Ein solcher Leuchtturm sei auch der Erweiterungsbau, auf den die Stadt mit Stolz und Freude blicken könne.
„Ein schönes neues Kapitel“ der Schulgeschichte nannte Rektorin Stefanie Wagner den Neubau, auch sie richtete dankende Worte an Schulträger, Ämter, Baufirmen, Schüler- und Elternschaft sowie Kollegium. Die drei Jahre Bauzeit seien „gelassen ertragen“ worden, viel wurde improvisiert auch dank der Flexibilität der Bauleute. Vor allem für die jüngeren Schülerinnen und Schüler faszinierte die Baustelle. Die neuen Räume böten spannendes Lernen, schüfe Nähe und ermöglichten Freundschaften. Kreativität und soziales Miteinander würden noch zukunftsfähiger weiterentwickelt.
Den Schlussakkord unter die offizielle Feier setzte die Schulband „Deadline“, Leitung Sabine Junger und Bernd Erich Gall. Anschließend nutzten die Gäste die Möglichkeit, sich das neue Gebäude anzusehen.
Im dreigeschossigen Neubau, der farblich den Ton des Sandsteinsockels des Altbaus aufnimmt und mittels sichtbarer Fuge an das historische Gebäude anschließt, gibt es in Clustern angeordnete Raumeinheiten, bestehend aus Differenzierungsraum (Gruppenraum in Sichtbeziehung zu den Klassenzimmern, der als Puffer für Kleingruppen- oder Einzelarbeit dient), Forum, Klassenzimmer und Lehrerbereichen mit Nebenräumen. Mensa bzw. Aula sind multifunktional und können auch für Versammlungen genutzt werden. Die Mensa selbst bietet „Familientische“ für die Grundschüler und einen Loungebereich für die Werkrealschüler. Der Schulhof wird in den Sommerferien weitgehend fertiggestellt.

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