Neubaugebiet Schleifweg/Kaserne Nord Teil I an Stadt übergeben: Punktlandung „bombiger“ Erschließungsarbeiten

Blick auf auf die Zufahrtsstraße und das künftige Baugebiet Schleifweg/Kaserne Nord, Teil II

Punktlandung: knapp zehn Monate nach dem ersten Spatenstich waren die Erschließungsarbeiten vollendet, so dass das neue Baugebiet Schleifweg Kaserne Nord vom Erschließungsträger GkB Gesellschaft für kommunale Baulanderschließung an die Stadt übergeben werden konnte. Per ‚Scherenschnitt‘ 'eröffneten' am Mittwoch vergangener Woche Gemeinderäte, Verwaltungsspitze und -Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Vertreter der Erschließungsfirmen und sonstige Beteiligte den Teilbereich II.

Oberbürgermeister Johannes Arnold merkte in seiner Begrüßung mit Blick in die Runde an, die Lage des Gebiets sei „bombig“ und spielte damit auf den Bombenfund im Zusammenhang mit den Bauarbeiten an, was zum Glück glimpflich mit der gelungenen Entschärfung des Sprengkörpers endete.

„Den Bauturbo haben wir schon vor 14 Jahren mit der Erstellung des Wohnbauflächenatlas gezündet“, betonte der Rathauschef. In zehn Jahren konnten so 790 Wohneinheiten realisiert werden sowie 100 Pflegeplätze, eine Leistung, die zu würdigen sei. Klar: 1300 Wohneinheiten harren noch der Realisierung, da nehme sich der Teilbereich I des Neubaugebiets klein aus, aber der Teilbereich II mit 400 Einheiten komme ja noch.

Vorerst geht es um 20 Reihenhäuser, vier in privater, 16 in städtischer Hand, „der Gemeinderat wird über die Vergabe beschließen“, so der OB, er sei froh, dass es genügend Interessenten gebe, auch wenn die Einstiegspreise nicht niedrig seien. Das Gebiet punkte mit sehr guter Infrastruktur und der Nähe zur Innenstadt. Der Kindergartenbau sei „nur aufgeschoben, nicht aufgehoben“, bis die übrigen Plätze belegt seien.

Noch herkömmlich sei die Energieversorgung, denn der Schluckbrunnenversuch für die Nahwärmeversorgung laufe noch, damit werde das Hauptgebiet versorgt. Auch dessen Realisierung, so hoffe er, werde ähnlich zügig ablaufen. In dem Zusammenhang dankte der OB dem Projektpartner GkB Erschließung in Person von Geschäftsführer Arno Linder, sowie dem Gemeinderat, selten sei ein Gebiet so intensiv durchberaten worden.

Arno Linder ließ die Realisierung mit ihrer intensiven Vorbereitungszeit Revue passieren, wer verwies unter anderem auf zahlreiche Besprechungen, „mindestens eine Pro Woche!“ Er dankte der Firma Eurovia, die den Part des Tiefbaus übernommen hatte, den für Strom und Beleuchtung zuständigen Stadtwerken Ettlingen sowie den Ingenieuren und Planern von BIT Ingenieure Karlsruhe. Zur Abrundung des Vorhabens waren kürzlich 38 Bäume sowie Sträucher gepflanzt worden, weitere Begrünung erfolgt noch. Er hoffe, so Linder, Ende 26 mit der Erschließung von Teil II beginnen zu können, die voraussichtlich zwei Jahre dauern werde.