Wahlfreiheit durch unterschiedliche Varianten
Präpariert wird der Graf Rhena-Weg. Eine Variante, um als Radler nach Ettlingen zu gelangen, wenn man nicht auf dem Schutzstreifen entlang der Pforzheimer Straße fahren möchte.
Gleich an den Anfang des Pressegesprächs über den veränderten Radweg bei der Pforzheimer Straße und die Diskussionen dazu stellte Oberbürgermeister Johannes Arnold zwei Zahlen: in vier Jahren ereigneten sich dort 17 Unfälle darunter zwei Schwerverletzte. „Das sind die Fakten und keine subjektiven Gefühle“. Die Polizei kam auf uns zu und machte deutlich, dass es sich hier um einen Unfallschwerpunkt handle, an dem etwas getan werden müsse.
Vor den Veränderungen haben wir die Markierungen vergrößert, das Rot immer nachgestrichen und dennoch kam es zu Unfällen. Der Vorschlag Schwellen an den jeweiligen Ausfahrten der Betriebe entlang der Pforzheimer Straße anzubringen, sei kontraproduktiv. Denn die meisten nehmen Schwung, um über die Schwelle zu gelangen, zudem können auch Radler dort selbst leicht zu Fall kommen.
Wir haben einen Gemeinderatsbeschluss, den kann ich nicht wegnehmen, überdies kommen keine Bestrebungen aus dem Rat, den Radweg entlang der Pforzheimer Straße nochmals auf die Agenda zu setzen.
Ein Vergleich zeige, in der Pforzheimer Straße fahren rund 10 000 Auto pro Tag und wir haben hier einen zwei Meter breiten Schutzstreifen, in der Rheinstraße sind es gleich viele Autos und ein schmalerer Schutzstreifen. Und wir haben die Straßenverkehrsordnung, die nur geringe Spielräume lässt bzw. genau vorschreibt, wo man was machen und wie schnell fahren darf. Stichwort Tempo 30. Hier „wollen wir überdies die Lärmaktionsplanung abwarten, ob und wo es Handlungsbedarf gibt“.
Bei einer Ortsbegehung von Vertretern der Verwaltung und Polizei wurden jene Stellen ins Auge gefasst, die sich schnell beheben lassen, beispielsweise die Sinkkästen. Sie wurden in den vergangenen Tagen auf Straßenniveau gebracht, damit die Radler nicht ausweichen müssen. Der Graf-Rhena-Weg wird ausgeschottert und die Gespräche mit Ettlin sind positiv, dass „wir die Radler über das Betriebsgelände fahren lassen dürfen. Die Route würden wir noch ausschildern“. Das einzige Fragezeichen, wo die Radler die Alb queren. Damit bieten wir den Radlern unterschiedliche Varianten an, so dass sie eine Wahlfreiheit haben.
„Kontrollen machen wir vorerst keine“, so Daniel Schön vom Ordnungsamt, der sich darüber mit dem Polizeirevier Ettlingen abgestimmt hat. „ir setzen auf Akzeptanz und auf ein Miteinander. Er machte aber deutlich, wenn etwas passiert, weil man bewußt falsch gefahren ist, bei demjenigen liegt auch das Risiko und er muss bei einem Unfall zumindest mit einer Teilschuld rechnen.
Bei der Querungshilfe am Umspannwerk wird geprüft, ob sie während der Sommerferien 2027 geringfügig angepasst werden könnte. In den kommenden Wochen wird dort ein gelbes Blinklicht installiert, um die Verkehrsteilnehmer auf die Radler aufmerksam zu machen.



