Zwei Spatenstiche im Sportpark Baggerloch
Gleich zwei Baustarts mit dem Spaten gab es am Donnerstag vergangener Woche: einerseits für das Lager am Hans-Bretz-Stadion und andererseits für den künftigen Kunstrasenplatz anstelle des ‚Knochenbrecherplatzes‘, wie der Hartplatz mitunter bezeichnet wurde.
Der erste Spatenstich fand für das künftige Lagergebäude neben der Tribüne statt. Bis Juli sollen die Lagermöglichkeiten für drei Nutzer fertig sein: der SC88, die SSV sowie Schulen werden dort Material und Sportgeräte unterbringen. „Ein Schluss-Stein fürs Stadion“, sagte Oberbürgermeister Johannes Arnold, der einen Blick auf die Realisierungshistorie der Anlage warf. Eine gute Investition, alles funktioniere gut, mittlerweile habe sich jedoch gezeigt, dass der Lagerraum knapp bemessen ist. Die provisorisch aufgestellten blauen Hütten im Kurvenbereich der Aschebahn erfüllten ihren Zweck, störten jedoch bei Veranstaltungen. Künftig hat jeder der drei genügend Raum für jegliches Sportmaterial, auch die Zeitmessanlage bekommt ein Plätzchen im neuen Gebäude mit seinen etwa 50 Quadratmeter Grundfläche und dem Fenster zur Bahn.
Der OB dankte den Sportvereinen und der ARGE Sport für Impuls und Expertise, Kultur- und Sportamt, Stadtbauamt, Kämmerei und Amt für Hochbau und Gebäudewirtschaft für die Erarbeitung der Lösung und dem Gemeinderat für die Bereitstellung der Gelder. Mit den Planern von D28 Architekten und der Firma Trautmann habe man gute Partner.
Die Kostenschätzung für das Lager belaufen sich auf rund 238.000 Euro und somit 56.000 Euro mehr als ursprünglich geschätzt. Die Gründe liegen unter anderem an der aufwändigen technischen Anbindung des Nebengebäudes. Der Vorsitzende der ARGE Sport, Reinhard Schrieber, dankte seinerseits für die Investition in den Sport und für die gute Zusammenarbeit mit Blick auf Ulrich Lotz, SSV, und Ernst Speck, SC88. Ohne die störenden Hütten werde das Stadion interessant für Wettbewerbe unterschiedlicher Sportarten, „zehn Veranstaltungen im Jahr ist unser Ziel“, betonte er.
Der zweite ‚Spatenstich galt dem künftigen Kunstrasenplatz. 2024 hatte der Gemeinderat den Bau eines Kunstrasenplatzes anstelle des Rasenplatzes Nr. 2 beschlossen. Es gab eine Machbarkeitsstudie und entsprechende Planungen, Ende 2025 kam es dann nochmals zu einer Planänderung. Die SSV schlug nach Prüfung des Bedarfs vor, den Kunstrasenplatz doch an Stelle des Hartplatzes zu bauen.
Die Umplanung brachte eine finanzielle Einsparung mit sich, da bestimmte Entwässerungsvorrichtungen schon vorhanden sind. Die Kostenschätzungen belaufen sich auf rund 1,2 Mio. Euro, rund 300.000 Euro weniger als zunächst veranschlagt. Vom Land kommen Fördermittel, rund 140.000 Euro schießen Sponsoren zu, zudem sei ein Antrag auf Fördermittel des Bundes gestellt worden, dann blieben noch rund 600.000 Euro an der Stadt ‚hängen‘, so OB Arnold. Trotz der Planänderungen kann der Zeitrahmen voraussichtlich eingehalten werden, im September 2026 solls eine Einweihung geben.
Der Dank des OBs galt auch hier sämtlichen Beteiligten, allen voran den Sponsoren (Volksbank Ettlingen, Stadtwerke Ettlingen, Bruker und einige weitere), sowie dem Gemeinderat, der Baufirma bau+grün und Planer Nicolas Krieg von Planum Sport. Auch der Platz sei eine gute Investition, in den Sport, in die Vereine mit ihrer wichtigen gesellschaftlichen Funktion, in die Jugend, zur Wertevermittlung, für die Entwicklung von Körperbewusstsein und Charakter. Dem Fußball komme eine bedeutende Rolle zu, über 1.000 Kinder und Jugendliche widmeten sich in den Vereinen diesem Sport. Reinhard Schrieber ergänzte dies mit seinem Lob an die Fußballvereine, die sich für die Sache „zusammengerauft“ hatten, neben der SSV sind dies der FV Ettlingenweier, der TSV Schöllbronn und der TSV Spessart. Der SSV-Vorsitzende Wolf-Ulrich Leonhardt schloss sich in seinen Dankesworten an. Der Kunstrasen neuester Generation wird aus recyclebarem Kunststoff bestehen mit einer ungebundenen Tragschicht aus Quarzsand und Kork. Auf Platz 3 (alter Rasenplatz) werden die Laufbahn und das Beachvolleyballfeld ertüchtigt.


