Ein Fest für das Gold der Marne und der Freundschaft
Zum zehnten Mal konnte Ettlingen zusammen mit seiner Partnerstadt Epernay und zehn Winzern das Champagnerfest feiern. Hunderte von Begeisterten feierten ein ganzes Wochenende die aufsteigenden Blasen im Glase.
In Nullkommamix waren die Eintrittskarten für die Degustation verkauft und auch die Masterclasses gingen weg wie warme Semmel, zur Freude des Organisationsteams um Sabine Süß, Nina Grießhaber und Ilka Schmitt vom Stadtmarketing. Nicht zu vergessen die Gastronomen in Ettlingen und im Albtal freuten sich gleichfalls über den großen Zuspruch auf ihre Champagnermenüs
Mit tausenden von Flaschen waren die Winzer angereist, um den Gaumen der Gäste zu erfreuen. In diesem Jahr zum Jubiläum waren es zehn Winzer, darunter vier neue, auf die viele der Stammkunden schon neugierig waren, so auch Dirk Hartmann. „Jetzt weiß ich, was mir im vergangenen Jahr gefehlt hat“, merkte er zu seinen beiden Freunden Stephan Krautkrämer und Claudia Wisdorf-Krautkrämer aus Saarbrücken an. Sie sind wegen des Festes extra aus dem Saarland angereist. „Das Jubiläum wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen“, unterstrich der Karlsruher, der zum nächsten Stand weiterzog, um dort einen Blanc de Blanc zu genießen wie die anderen 250 Frauen und Männer, die sich zum Teil seit Wochen auf diesen Samstagvormittag gefreut haben oder extra aus Südtirol gekommen sind. Die Begeisterung für dieses Fest war so groß, dass sie die weiter Anfahrt nicht scheuten, genauso wenig wie Freunde von Eva und Bernie aus den Staaten. Sie legten ihren Europa so, dass es eine Punktlandung auf dem Champagnerfest gab.
Viele haben im Vorfeld bei ihrem Winzer ihren Lieblingschampagner geordert, dann „weiß ich, dass ich meinen Rosé wieder im Keller liegen habe für die passenden Gelegenheiten“, so Dr. Ruth-Caroline Zimmermann. So geht es auch Jean-Pierre Besse mit seiner Frau Sonja. Seine Brüder sind extra aus dem Bordeaux nach Ettlingen gekommen, um gemeinsam mit der Familie dieses Fest zu genießen. Entsprechend begeistert zeigten sich die beiden Franzosen. Wenn es irgend geht, dann versuchen wir immer dieses Fest zu besuchen. Der Besuch einer der Masterclassen von Nils Lackner lohnt immer. Danach weiß nun jeder 20 Millionen Bläschen sind in der Flasche und 2,3 Millionen Bläschen im Glas. Für perlende Musik sorgte wieder die Akkordeonistin Gisella.
Wie eine Meereswoge bewegten sich die Menschen durch die Schlossgartenhalle, hielten dort ein kleines Fachgespräch, freuten da über die gleichen Vorlieben. Dann hieß es am frühen Nachmittag die Platte putzen für die zweite Tranche am frühen Abend. „Wir können jetzt daheim weiterfeiern, wir haben ja jetzt Champagner, sprach ein Ehepaar und kaufte noch ein paar Spezereien auf dem französischen Markt vor dem Schloss. Käse und Champagner eine gute Geschmacksallianz aber auch Salami oder Macarons oder Oliven.
Am Morgen bei der Eröffnung hatte Oberbürgermeister Johannes Arnold seiner Amtskollegin aus Epernay Christine Mazy zu ihrer Wiederwahl gratuliert und die Bedeutung der Städtepartnerschaft innerhalb Europas nochmal unterstrichen. Hier begegnen wir uns, das schafft Vertrauen. Wir leben die längste Zeit in Frieden. Einen guten „Schmierstoff“ für den stotternden Motor Europa hatte Arnold, Champagner. Er dankte dem Gemeinderat, denn bei der Konsolidierung des Haushaltes hat der Rat bei den Städtepartnerschaften nichts gestrichen. Sein Dank galt auch dem Team um Grießhaber und Schmitt, dem gleichfalls Mazy dankte und sichtlich das Fest genoss wie auch der französische Generalkonsul Gaël de Maisonneuve aus Stuttgart. Er hob die Bedeutsamkeit der Städtepartnerschaften für die Stabilität Europas heraus und brachte zusammen mit dem OB und Mazy einen Toast aus auf die „Erfahrenen der Partnerschaft Rémi Grand und Dieter Stöcklin.
Fotowettbewerb
Unglaublich viele schöne und kreative Fotos haben wir auf unseren Fotowettbewerb zum 10. Champagnerfest erhalten“, so Nina Grießhaber. Gemeinsam mit ihrer Kollegin Ilka Schmitt haben sie die besten Drei ausgewählt. Den Fotografen winkt ein prickelnder Genuss. „Allen Teilnehmern danken wir für ihre ´Schnappschüsse´.

